Es erwartet Sie schwedische Herzlichkeit in der als UNESCO-Weltkulturerbe
ausgezeichneten Hansestadt Wismar.
 

Wismar - Hansestadt an der Ostsee zwischen Lübeck, Rostock und Schwerin

Wasserkunst
 Die Wasserkunst wurde von 1580 bis 1602 nach den Plänen des niederländischen Baumeisters Philipp Brandin aus Utrecht im Stil der holländischen Renaissance erbaut und diente bis 1897 zur Trinkwasserversorgung der Stadt. Die Spruchbänder in lateinischer und deutscher Sprache berichten von der Trinkwasserversorgung in früheren Zeiten.

„Alter Schwede“
 Der „Alte Schwede“ wurde um 1380 erbaut. Im Mittelalter befanden sich im Erdgeschoss Wohn- und Geschäftsräume, darüber angeordnet Speicherböden. Erst 1878, als hier eine Gastwirtschaft einzog, erhielt das Gebäude den Namen „Alter Schwede“ zur Erinnerung an die Wismarer Schwedenzeit von 1648 bis 1803.
 
Rathaus und Marktplatz

Der Marktplatz ist mit 10.000 m2 Fläche einer der größten in Norddeutschland. Auf der Nordseite des Marktplatzes befindet sich das Rathaus. Im Jahre 1807 stürzte der linke Flügel des spätgotischen Vorgängerbaus ein. Nach Plänen des Ludwigsluster Hof und Landbaumeisters Johann Georg Barca wurde das Rathaus im klassizistischen Stil in der Zeit von 1817 bis 1819 wiederaufgebaut. Dabei wurden die noch brauchbaren gotischen Gebäudereste u. a. im Kellerbereich in den Neubau miteinbezogen. Im Rathauskeller befindet sich die ständige Ausstellung „Wismar - Bilder einer Stadt“. Hier erfährt man Interessantes zur Stadtgeschichte.
Die Ausstellung ist täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet (Tel.: 2 51-30 25).
 
„Zum Weinberg“
 Das Gebäude, 1355 errichtet, wurde um das Jahr 1575 im Renaissancestil gestaltet und wurde nachweislich seit 1648 als Weinhandlung genutzt. Besonders sehenswert ist die Diele des „Weinberges“ mit seiner bemalten Balkendecke (1648).

Karstadt und Krämerstraße
 Der viergeschossige Jugendstilbau Krämerstraße/Ecke Lübsche Straße ist das Stammhaus der Karstadt AG. Rudolph Karstadt begründete hier 1881 mit nur einem Angestellten sein späteres Imperium. Er führte auch die damals noch unübliche Geschäftspolitik der Barzahlung ein. Der Name der Krämerstraße mit ihren vielen sehenswerten Giebelhäusern weist auf die frühere und heutige Nutzung als Geschäftsstraße hin.
 
Schabbellhaus
Das Schabbellhaus wurde 1569 bis 1571 nach Plänen des Utrechter Baumeisters Philipp Brandin als Brauhaus und Wohnhaus für den späteren Wismarer Bürgermeister Hinrich Schabbell errichtet. Es ist eines der frühesten Renaissancegebäude im Ostseegebiet, das die in den Niederlanden übliche Materialkombination von Backstein mit schmückenden Sandsteinelementen zeigt. Heute befindet sich hier das Stadtgeschichtliche Museum. Die Sammlungen und Ausstellungen des Museums spiegeln die Kultur und Geschichte der Hansestadt Wismar und der umliegenden Region wider. Eine der größten medizinhistorischen Kollektionen Norddeutschlands bildet einen Sondersammelbereich des Museums.
 
St.-Nikolai-Kirche
Ihr 37 Meter hohes Mittelschiff ist das vierthöchste Kirchenschiff Deutschlands. Mit dem Bau der heutigen Kirche wurde im 14. Jahrhundert begonnen. Ursprünglich hatte der Turm einen schlanken Dachreiter, der 1703 einem Orkan zum Opfer fiel. Durch den Einsturz des Turmes wurden auch große Teile der Inneneinrichtung zerstört, die man danach im Barockstil ersetzte. St. Nikolai war die Kirche der Schiffer und Fahrensleute.
 
Lindengarten
1815 entstand auf dem Gebiet der ehemaligen schwedischen Befestigungsanlage der aus Spenden finanzierte Lindengarten. Die alten Baumbestände und die vielen Bänke laden zum Verweilen ein. Besonders schön angelegt sind die Wege am Mühlenbach.
 
Wassertor
Das Wassertor ist das letzte von fünf Stadttoren, die in einer 4 m hohen Stadtmauer eingebunden waren. Das um 1450 einem Vorgängerbau folgende Tor wurde im spätgotischen Stil errichtet. Während das Tor zur Stadtseite hin noch einen typischen spätgotischen Stufengiebel aufweist, zeigt sich der um 1600 umgebaute Nordgiebel in Form eines Dreiecks. Beide Giebelfassaden sind mit Blenden und je zwei Wappen geschmückt.
 
Baumhaus
Das Baumhaus ist ein Barockbau aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Das quadratische Gebäude mit den zwei Schwedenköpfen vor dem Portal hat seinen Namen von dem früher hier gewesenen Schlagbaum. Der „Baum“ war ein schwimmendes Langholz, das zur Absperrung der Hafeneinfahrt diente. Sie wurde während der Nacht oder bei drohender Gefahr geschlossen.
 
Grube
Sie ist einer der ältesten künstlichen Wasserläufe Deutschlands, die durch eine Stadt führen. Über den Mühlenteich, den Wallensteingraben und den Lostener See verbindet sie den Schweriner See mit der Ostsee. In der Mitte des 13. Jahrhunderts, unter Verwendung von Feldsteinen angelegt, diente die Grube lange Zeit zur Trink- und Brauchwasserversorgung der Stadtbewohner. Ihr Wasser trieb Mühlräder an und war Löschwasserreservoir.
 
Lohberg
Ein malerischer Platz in der Nähe des Alten Hafens. Hier stehen farbenprächtige Lagerhäuser und Speichergebäude, in denen sich Restaurants und Kneipen befinden.

Scheuerstraße

Straßenensemble mit wertvollen Giebel- und Traufenhäusern (u. a. ehemalige Speicher- und Brauhäuser) aus den Stilepochen der Gotik bis zum Klassizismus.
 
Zeughaus
Das Zeughaus gilt als eines der bedeutendsten barocken Zeugnisse schwedischer Militärarchitektur in Deutschland. 1700 wurde das alte durch ein neues ersetzt, nachdem 1699 eine gewaltige, durch ein starkes Gewitter ausgelöste Pulverturmexplosion das alte Zeughaus zerstört hatte. Von besonderer denkmalpflegerischer Bedeutung ist der einzigartige Dachstuhl, der durch seine doppelte Hängekonstruktion ein stützenfreies Obergeschoss von 60 x 15 m ermöglicht. Die Last des Dachstuhls ruht also nur auf der Umfassungsmauer.
 
Heiligen-Geist-Kirche
Die rechteckige gotische Saalkirche entstand in ihrer heutigen Gestalt im 15. Jahrhundert unter Einbeziehung einiger Teile aus dem Vorgängerbau. Der Innenraum wird von einer bemalten Holzdecke abgeschlossen. Die barocke Deckenmalerei aus dem Jahre 1687 zeigt alttestamentarische Szenen. Einen besonders schönen Blick auf die Kirche hat man von der Hofseite. An die Kirche unmittelbar angebaut ist das so genannte „Lange Haus“. Ursprünglich als Hospital erbaut, diente es lange Zeit als Altersheim.
 
St.-Georgen-Kirche
Die St.Georgen-Kirche ist eine der drei großen Hauptkirchen Wismars und ein hervorragendes Baudenkmal norddeutscher Backsteingotik. Einst war sie das Gotteshaus der Handwerker und Gewerbetreibenden. Die Ursprünge der St. Georgen-Kirche liegen in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Ihre Errichtung fällt somit in die bewegte Zeit des späten Mittelalters und der Reformation. In einer Jahrhunderte langen Bautätigkeit wurde die Kirche mehrfach verändert und 1594 fertig gestellt. Im zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude schwer beschädigt. Seit 1990 findet der Wiederaufbau statt.
 
Fürstenhof
Der Fürstenhof war der Sitz der mecklenburgischen Herzöge. Seine jetzige Gestalt setzt sich aus zwei fast rechtwinklig zueinander stehenden Flügeln zusammen. Der westliche Flügel, das so genannte „Alte Haus“, entstand 1512/13. Er ist noch den spätgotischen Gestaltungsprinzipien verhaftet. Das „Neue Haus“ entstand in den Jahren 1553 bis 1555 im Stil der italienischen Renaissance. Es ist mit plastischem Kalkstein- und Terrakottaschmuck reich verziert. Die drei Geschosse werden durch figürliche Friese voneinander geschieden. Eine reiche plastische Ausgestaltung weisen auch die Portale der Tordurchfahrt auf. Nach der Abtretung Wismars an die schwedische Krone 1648 wurde von 1653 bis 1802 das höchste schwedische Gericht für die schwedischen Besitzungen in Norddeutschland, das so genannte Tribunal, im Fürstenhof eingerichtet.
 
Marienkirchturm
Der 80 Meter hohe Turm der Marienkirche ist ein weithin sichtbares Wahrzeichen von Wismar. Im 2. Weltkrieg wurde die Kirche beschädigt und 1960 gesprengt. Bis dahin galt sie als eine der schönsten Backsteinkirchen im norddeutschen Raum. Die ehemalige Ratskirche wurde wahrscheinlich in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut. Über die bereits vorhandene Kirche wurde Anfang des 14. Jahrhunderts eine doppelt so große und doppelt so hohe Kirche errichtet. Die Zifferblätter der Turmuhr haben einen Durchmesser von 5 Metern. Das Uhrwerk lässt jeweils um 12.00 Uhr, 15.00 Uhr und 19.00 Uhr über das Glockenspiel einen der vierzehn Choräle erklingen.
 
Archidiakonat
Als ehemaliges Wohnhaus des Archidiakons wurde es um 1450 im Stil der norddeutschen Backsteingotik errichtet. Wie auch viele andere gotische Bauwerke rund um den Marienkirchturm wurde das Archidiakonat im letzten Weltkrieg stark beschädigt und mit erheblichem Aufwand rekonstruiert. Von besonderer Bedeutung ist der reich gegliederte und mit Windlöchern verzierte Staffelgiebel an der Nordseite.































 
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